Welche Sorten sind für den vertikalen Anbau geeignet und was muss man beachten

 

Was ist vertikales Gemüse?

Sowohl im Hobbybereich als auch in der kommerziellen Landwirtschaft stellt sich zunehmend die Frage nach dem ausreichenden Platz für den Anbau von Obst und Gemüse, um die nach wie vor wachsende Weltbevölkerung mit den notwendigsten Grundlebensmitteln zu versorgen.
Der Platzmangel betrifft natürlich vor allem die großen Metropolen dieser Welt, da in Großstädten und Mega-Citys wirklich kein Platz für die Landwirtschaft vorhanden ist, sollte man meinen.

Statt dessen arbeiten Wissenschaftler und Architekten schon seit mehreren Jahrzehnten an einem Konzept für dieses Problem.
Das bekannteste Projekt in diesem Zusammenhang ist sicherlich das Vertical Farm Project von Dickson Despommier, Mikrobiologe und Professor für Umwelt und Gesundheit an der Columbia University in New York. Despommier entwickelte nämlich zusammen mit seinen Studenten schon 2001 ein Konzept für den kommerziellen Gemüseanbau auf vielen Etagen eines Wolkenkratzers, das mittlerweile weltweit Aufsehen erregt hat und nach wie vor heiß diskutiert wird.


Externe Links zum Thema urbane Landwirtschaft:
---> Dickson Despommier-The Vertical Farm
---> Vertikale Pflanzenfabrik in Korea
---> Der Traum von den Stadttomaten


Vertikales Gemüse meint also eine neue Form des Gemüseanbaus. Aus Platzmangel werden die Nutzpflanzen nicht mehr direkt in die Erde gesetzt, sondern man verlegt die Anzucht in Pflanzgefäße in vertikaler Anordnung.

Diese Idee ist nicht nur interessant für die urbane Landwirtschaft, sondern auch für den Großstadtbewohner, der vor genau dem gleichen Problem steht wie der Bauer, denn meistens fehlt der Platz, um eigenes Gemüse zu kultivieren und über einen Mangel an Mauern und Wänden, brauch man sich in der Stadt nun wirklich nicht zu beklagen. Natürlich ist auch hier wieder Erfindungsreichtum gefragt, denn viele Möglichkeiten können hier wieder zum Ziel führen.

Wie lassen sich Kräuter, Obst & Gemüse am besten vertikal anbauen?

  • am herkömmlichsten ist die Verwendung von sogenanntem "Klettergemüse", das althergebracht entweder direkt in den Boden oder in einen Topf oder Kasten gepflanzt wird.
    Auf Grund der rankenden Eigenschaften dieser Pflanzen, schlängeln sie sich an einer Kletterhilfe empor und wachsen also schon von sich aus in die Vertikale.
    Erbsen, Bohnen, Gurken, Himbeeren, Brombeeren, Kiwis wie auch Kürbisse und Melonen lassen sich so ganz wunderbar kultivieren. Inzwischen gibt es auch spezielle Sortenzüchtungen wie Kletter-Erdbeere, Kletter-Zucchini und Kletter-Tomate, die extra für diesen Zweck gezüchtet wurden.
  • ebenso gebräuchlich sind hängende Pflanzen in Blumenampeln. Bisher kennt man in dieser Form vor allem den ganzen Sommer über blühende Geranien, Petunien, etc. Blumenampeln lassen sich aber genauso gut mit einigen Kräutern und Gemüsearten bestücken.
    Am bewährtesten sind in diesem Fall Erdbeeren und Tomaten sowie sämtliche mediterranen Kräuter.

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