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Selbstversorgung in der Großstadt - ein neuer Trend oder Rückbesinnung auf alte Werte?

Städte wie Tokyo, Bangkok, Shanghai und New York machten es schon seit einigen Jahrzehnten vor, nun wird die Idee auch im europäischen Raum immer mehr verbreitet und weiterentwickelt. Gerade die Bevölkerung von Großstädten entwickelt wieder ein Bewußtsein für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse.
Es wird selbst gesät, gepflegt und geerntet. Schließlich weiß man dann, was auf den Tisch kommt.

MangoldMarktstandRote BeeteGemüse im PflanzbeutelTigerella



Mehrere Gründe kann man für diesen Trend finden:

  1. Das Bewußtsein des Menschen verändert sich großflächig bezüglich seiner Ernährung. Neben der Junk-Food-Generation wächst auch eine breite Gruppe heran, die sich sinnvoll und gesund ernähren will. Dazu gehört abwechslungsreiches und regionales Bio-Gemüse und -Obst, das möglichst natürlich und ohne die Verwendung gesundheitsschädlicher chemischer Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau produziert wurde.
    Wichtig ist hierbei nicht nur der Aspekt wie es gezüchtet wurde, sondern auch, woher es kommt. Man will keine verwässerten Tomaten aus Spanien, die unreif geerntet wurden, sondern am besten die ausgereifte Frucht direkt vom Strauch, die angereichert ist mit allen natürlichen Aromen, Vitaminen und Mineralstoffen.
  2. In der Gegenwart ist das Leben eines Großstädters bestimmt von Leistung, Hektik, Termindruck und unglaublich vielen Eindrücken, die täglich auf das Gehirn einprasseln und verarbeitet werden wollen. Mit einem Wort ausgedrückt: Stressbewältigung wird zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens. Um diese leisten zu können, gibt es verschiedenste Varianten.

    Der eine treibt Sport, geht täglich Laufen oder macht Yoga und ein anderer umgibt sich mit der Natur, um "runterzukommen" und zu entspannen.
    Natur ist in der Großstadt eher Mangelware. Man muss die großen öffentlichen Parkanlagen nutzen oder stadtnahe Wälder oder Naherholungsgebiete aufsuchen, um einen adäquaten Ersatz für sie zu finden.
    ...oder man nutzt Balkon, Terrassen, Dächer, Wände und brachliegende Grundstücke, um sich sein eigenes Stückchen "künstlicher" Natur zu schaffen.
    Auf diese Art und Weise sprießen in Barcelona, London und Berlin Stadtteilgärten wie Pilze aus dem Boden. Guerilla-Gardening dringt selbst in bayrische Provinz-Städte vor und erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Kurz, Gartenarbeit ist wieder voll im Trend.

  3. Finanzielle Nöte waren schon immer ein Grund für die kreative Selbstversorgung in Großstädten. Schaut man in die Metropolen Asiens, so findet man dort sowohl Gemüseanbau als auch Viehzucht für den Eigenbedarf an den unmöglichsten und für uns unvorstellbarsten Orten. In den eh schon kleinen Appartments der Wolkenkratzer rücken schon mal Mensch und Tier auf wenigen Quadratmetern zusammen. Leere Plastikflaschen und Einkaufstüten werden mit Erde gefüllt, um Salat, Gemüse und Kräuter auszusäen, an jeder Ecke, die ein bißchen Platz läßt.
    In Zeiten von Finanz- und Wirtschaftskrisen, kann dies auch in Europa ein Grund sein, um für den Lohn der Arbeit eigenes Gemüse zu ernten.



Egal, aus welchem Grund der Stadtmensch sich für den Versuch der Selbstversorgung interessiert, es ist auf jeden Fall möglich. Auf den folgenden Seiten wollen wir Tips und Anregungen geben wie Sie diesem Ziel mit ganz einfachen Mitteln näher kommen können.
Viel Spass beim Gärtnern!

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